H o r i z o n t e

 

 

Ein Feuerstrahl in irgendeiner Nacht

getragen von Wasser in das Leben,

sucht es seinen Platz

sich in Gleichförmigkeit zu erheben.

   

Stille herrscht für kurze Zeit,

ruhige Meere treibt der Sturm

in die scheinbare Unendlichkeit.

 

Das Auge sieht begehrlich auf,
sammelt Energie zur Urgewalt,

stellt das Erdenleben bloss,

nichts bleibt mehr wie es ist.

 

Am Ende vielleicht sieht manch

ein Mensch mit Mühe

gerade mal den Horizont von weitem,

der da farbenprächtig scheint,

Luft und Wasser von dem sicheren

Erdreich trennt,

in dem er einst unbemerkt versinken wird.

 

Diese weite Ebene als Linie,

seien alle Ängste und die Sorgen,

dahinter weit verborgen,

worauf er doch mit nackten Füssen steht.

So fern und unerkannt bleibt nur im engeren Sein,

was wirklich scheint und was vergeht.

 

                                                 AH 2008